„Mensch sein heißt: Verantwortung fühlen, sich schämen beim Anblick einer Not - auch dann, wenn man spürbar keine Mitschuld an ihr hat - und persönlich seinen Stein beitragen, in dem Bewußtsein, mitzuwirken am Bau der Welt. “
(Antoine de Saint Exupéry)

               
Hunger nach Nahrung, Hunger nach Bildung, Hunger nach einer sicheren Umgebung ist auch im 21. Jahrhundert noch das Los von Millionen Menschen.

Um wie Saint Exupéry schreibt, "Persönlich einen Stein beitragen, in dem Bewußtsein, mitzuwirken am Bau der Welt", habe ich 1992 mit meiner Familie und Freunden den Verein Brot und Bücher e.V. gegründet. Ergänzende Informationen finden Sie auch unter der Adresse www.brotundbuecher.de.

Da wir nicht selbst genügend Steine beitragen und einsammeln können, konzentrieren wir uns auf einige ausgewählte, auf Dauer konzipierte Projekte.

In den ersten acht Jahren unseres Bestehens galt unsere Aufmerksamkeit vordringlich dem Nordosten Indiens. Dort im Grenzgebiet zu Nepal, Tibet und Sikkim, wo wir einheimische Franziskaner als Partner haben, konnten wir mit den vorhandenen finanziellen Mitteln ein Maximum an Effizienz erbringen. Wir haben dort fünf Schulen mit jeweils acht Lehrern und insgesamt etwa 1200 Kindern. Durch die Finanzierung des Honorars für die Lehrer, der benötigten Schulmittel und der Nahrung für die Kinder geben wir denen eine Chance, die das Pech hatten, in der Dritten Welt geboren zu werden, und das in Gegenden und bei Volksstämmen, die nur ganz selten die Aufmerksamkeit ihrer Regierungen erregen, oder die der großen internationalen Organisationen.

Gelegentlich dürfen wir quasi auch als einer der verlängerten Arme von STERNSTUNDEN, einer Institution des Bay. Rundfunks, die Gelder einsammelt, arbeiten, um Kinder in Not dort zu unterstützen, wo es die Umstände erzwingen.

Mit Hilfe von STERNSTUNDEN konnten wir z.B. eine vom Monsun mehrfach weggerissene Bambusschule in ein festes Bauwerk umwandeln, einen Tiefbrunnen bohren sowie ein Boarding-Haus und eine Krankenstation bei unseren Schulen errichten.

Außerdem waren wir dank STERNSTUNDEN erstmals auch in der Lage, in einer deutschen Heimstatt, wo 50 Kinder und Jugendliche leben, durch den Umbau eines Bauernhofes einen zusätzlichen Hort für 10 Jugendliche und ein richtiges, staatlich anerkanntes SchulCHEN einzurichten. Die dort lebenden Kinder sind durch schlimme Erlebnisse, schwierige familiäre Konstellationen - oder auch psychische und intellektuelle Beeinträchtigung - zutiefst in ihrer Seele verletzt. Sie benötigen viel Zeit, Geduld und Liebe, um traumatische Erfahrungen zu verarbeiten, Versäumtes aufzuholen, um überhaupt wieder Vertrauen zu sich selbst und anderen zu fassen.

Unsere Aufgaben sind also sehr vielfältig. Wir versuchen, da tätig zu werden, wo wir durch unsere Möglichkeiten helfen können, und wo andere mangels Kenntnis und Information nicht hingelangen.

In den nächsten Jahren ist das vordringlich AFRIKA!

Gerade haben wir mit einem Weggefährten von Bernhard Grzimek, einem Massai, eine Schule in Tansania gebaut. Dieser Staat gehört zu den 25 ärmsten Ländern der Welt. Dort in der Serengeti, einem der großen Naturschutzparks Afrikas, wo die Kinder der regionalen Stämme, ebenso wie Waisenkinder, denen unsere besondere Aufmerksamkeit gilt, gewöhnlich ohne Schulbildung heranwachsen, ist es für Hilfe höchste Zeit. Ohne ausreichende Bildung und Kenntnisse bezüglich einer sich überall verändernden Welt können Kinder kein Gefühl entwickeln für die notwendige Symbiose von Natur, Mensch und Tier, eingepaßt in unsere globalen Strukturen.
Wir werden dort - durch diese Bildungschancen einer zukünftigen Generation von Naturschützern - helfen, Verständnis und Liebe für ihre Aufgaben zu entdecken, die dann zum Schutz dieses einzigartigen Weltkulturerbes beitragen sollen.


Vor den Folgen des Tsunami konnten und wollten auch wir nicht die Augen verschließen.

2006 haben wir deshalb an den Südostküsten von Indien, wo nach den schrecklichen Ereignissen in Aceh die meisten Zerstörungen der Flutwelle überhaupt stattgefunden haben, ein Waisenhaus für Kinder gebaut. Angelehnt an eine Schule, die von befreundeten Organisationen errichtet wurde, bietet dieses nun fertig gestellte Heim etwa 50 betroffenen Kindern eine neue Heimat. Gemäß unserem selbst gesetzten Ziel, Bildung denen zu ermöglichen, die sonst keine Chancen haben, gab es 2006 auch den Startschuß für eine neue Grundschule in Nongstoin, Nordindien, und für eine Unterkunft für 40 Mädchen an einer weiterführenden Schule in Tansania.

Auch in der Dritten Welt explodieren die Preise. Anträge, vor 3 Jahren bei einer befreundeten kirchlichen Institution gestellt, können bei zweistelligen Teuerungsraten pro Jahr nun nicht mehr umgesetzt werden. Der Bau eines Heims für geistig und körperlich behinderte Kinder geriet ins Stocken. Wir werden die Fertigstellung 2008 ermöglichen, um den Kindern zu helfen, die stärker noch als alle anderen vom Schicksal betroffen sind.

Wollen auch Sie einen Beitrag leisten, dann erbitte ich Ihre Spende auf das Konto Brot und Bücher e. V. Nr. 570 183 582 bei der Sparkasse in Bamberg BLZ 770 500 00. Bei Beträgen bis € 100,00 reicht der Überweisungsbeleg als Spendenquittung.

Mehr können Sie über unsere Arbeit bei Brot und Bücher auf der eigenen Homepage www.brotundbuecher.de erfahren.