Dialog

Auch nach so vielen Zeilen wird es Fragen geben, Statements, Kommentare, die ihr gerne auf dieser Homepage unterbringen möchtet, nicht bei Facebook oder Twitter.  Dafür ist hier der: Dialog gedacht. Ich bin gespannt, was uns  erwartet. Uns, weil ich es auch als eine Gesprächsmöglichkeit zwischen  euch betrachte, nicht als einseitiges Frage- und Antwortspiel.

Das „Besondere“ daran:  O h n e  Anmeldung,  O h n e  Kontrolle, wer will  A N O N Y M , und alles in  E c h t z e i t  .

103 Kommentare

  • Daniela 7. Mai 2017   Antworten

    Liebe Frau Kinkel,

    ich habe noch nie eine Nachricht an einen Autor gesendet, von daher ist dies Neuland für mich….

    Meine Begeisterung über Ihr Buch „Schlaf der Vernunft“ ist aber so groß, dass ich dies Ihnen einmal kurz mitteilen wollte – in der Hoffnung, dass Sie sich freuen und nicht – angesichts der vielen Nachrichten, die Sie bestimmt erhalten – eher belästigt fühlen.

    Ich bin Jahrgang 1966 und ähnlich wie Sie, wie im Buchumschlag von Ihnen erwähnt, mit den Fahndungsfotos der RAF-Mitglieder und den Berichten über die Anschläge der RAF quasi groß geworden. Dennoch habe ich mich noch nie wirklich mit diesem Thema beschäftigt.

    Dies konnte ich nun mit Ihrem Buch endlich einmal nachholen und wollte mich bei Ihnen für Ihre unglaublich fesselnde, differenzierte und einem die Komplexität der Geschhnisse dieser Zeit vermittelnde Darstellung ganz herzlich bedanken.

    Ohne in irgendeiner Weise Partei zu ergreifen oder für Verständnis für die Täter zu werben, ist es Ihnen gelungen, mich emotional intensiv mit dem „Thema RAF“ zu beschäftigen und mich in der damaligen Zeit hautnah an den Ereignissen teihaben zu lassen.

    Ich habe viel über diese Zeit gelernt, was aber mich besonders beeindruckt hat, ist die emotionale Nachvollziehbarkeit – nicht zu verwechseln mit Verständnis oder Gutheißen – der Gefühle und der Motive der Täter aber auch der Gefühle und der Schmerzen der Opfer.

    Ich habe viel gelernt und war und bin tief berührt. Hinzu kommt – wie Sie in Ihrem Nachwort geschrieben haben – die Vergleichbarkeit der tragischen Geschehnisse mit aktuellen Entwicklungen. Und dies alles auf eine Art und Weise, dass man Ihr Buch kaum aus der Hand legen kann.

    DANKE! Für dieses in jeder Hinsicht großartige Buch!!! Es muss eine große Erfüllung sein, so schreiben zu können.

    Mit den allerherzlichsten Grüßen und in großer Vorfreude auf weitere „Meisterwerke“ ,

    Daniela

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  • Anonym 24. August 2016   Antworten

    LIebe Frau Kinkel,

    auch ich gehöre zu denen, die ihre Bücher geradezu verschlingen. Doch das letzte „Schlaf der Vernunft“ hat mich unheimlich an meine Jugend erinnert. Bei den Erlebnissen Martinas in Berlin glaubte ich in einen Spiegel zu blicken. Auch ich hatte nach der BEhandlung des Grundgesetzes im Unterricht naiv geglaubt, in einem wirklich sehr guten Staat zu leben und war dann geschockt, dass ein Mensch, der von seinem Grundrecht auf Demonstration Gebrauch machte, einfach erschossen werden konnte – und dem Polizisten ist nichts passiert, er verlor nicht einmal seine Stellung.
    Ansonsten blieb ich allerdings ganz brav und bürgerlich. Auch war mir immer klar, dass man durch terroristische Aktionen die Bürger eher vor den Kopf stößt als sie zur Revolution aufzustacheln. Im Gegenteil: Sie lieferten dem Staat eine Steilvorlage für das Zurückdrehen von Rechten. Ich habe mich immer gewundert, dass sie diesen Zusammenhang nicht erkannten.
    In ihrem Roman wird allerdings die allmähliche Entwicklung der Heldin psychologisch plausibel gemacht. Und sie haben wieder einmal sehr passende Personen gefunden, um die Sache von verschiedenen Seiten aus zu beleuchten.
    Der allererste Absatz ist übrigens ganz große Kunst. Er fesselt sofort und charakterisiert bereits das zwiespältige Verhältnis der Tochter zur Mutter.

    • Tanja Kinkel 8. September 2016   Antworten

      Lieber Leser (oder Leserin?),

      daß Sie Ihre eigene Jugend in meinem Roman wiederfinden, ist für mich als Autorin ein besonders großes Kompliment – über eine Zeit zu schreiben, welche die meisten Leser noch erlebt haben, war eine doppelte Herausforderung, und ich konnte und kann nur hoffen, daß die Schilderung authentisch wirkte.

      Ganz herzlichen Dank für Ihre Reaktion, und bleiben Sie mir weiterhin gewogen.

      • Gina 16. September 2016   Antworten

        Liebe Frau Kinkel ich bin schon seit vielen Jahren begeisterte Leserin Ihrer Romane und nebenbei auch großer Harry Potter Fan. Ich erinnere mich, dass es lange Zeit einen Artikel über Harry Potter auf Ihrer Homepage gab und kann ihn jetzt aber leider nicht mehr finden. Gibt es eine Möglichkeit diesen Aufsatz noch irgendwo lesen zu können bzw. könnten Sie diesen erneut veröffentlichen ? Liebe Grüße, Gina

        • Tanja Kinkel 10. Oktober 2016  

          Liebe Gina, leider bestehen derzeit keine Pläne, den Artikel noch einmal zu veröffentlichen, schon, weil ich ihn bereits nach dem vierten Buch verfaßt hatte, und er damit natürlich längst überholt ist. Herzlich,
          Tanja Kinkel

  • Ray Connolly 15. August 2016   Antworten

    Dear Tanya

    I’ve only just read your review of my book The Ray Connolly Beatles Archive. Thank you so much for taking so much care and reading it so intelligently.

    I’ve recently published it in an extended form as a paperback, and your review reassures me that it was worth the effort.

    I don’t, however, think it will often be read so carefully as it was by you.

    With all best wishes

    Ray Connolly

    • Anonymous 8. September 2016   Antworten

      Dear Ray,

      as you know from my review, I truly treasure your collection, and am thrilled that it’s now available as a paperback as well. „Extended“ of course is an additional incentive for me to get it in this form, too. Thank you for being such a great chronicler of the times and the people in question!

      Your fortunate reader,

      Tanja

    • Tanja Kinkel 8. September 2016   Antworten

      Dear Ray,

      as you know from my review, I truly treasure your collection, and am thrilled that it’s now available as a paperback as well. „Extended“ of course is an additional incentive for me to get it in this form, too. Thank you for being such a great chronicler of the times and the people in question!

      Your fortunate reader,

      Tanja

  • Dieter Krause 21. März 2016   Antworten

    Liebe Frau Kinkel,

    vor kurzem hatte ich einen längeren Krankenhausaufenthalt und las dort zufällig aus der Patientenbibliothek des Krankenhauses Ihren Roman DIE KÖNIGIN VON AQUITANIEN – also das Leben der Königin von Frankrich und später England Alienor von Aquitanien aus dem 12. Jahrhundert! – Was mir dabei besonders gefallen hat, waren die psychologisch sehr genauen Dialoge. Ich konnte es anfangs gar nicht fassen, dass diesen Roman eine 19- bis 20-jährige Frau verfaßt haben soll, da man für viele der darin angesprochenen Fragen eigentlich viel mehr Lebenserfahrung benötigt. – Ich habe das Buch deshalb damals dreimal(!) hintereinander gelesen – und jedes mal hat es mir besser gefallen! Einfach ein wunderbares Buch einer exzellenten Autorin!
    Dieter Krause (Leipzig) DGKrause@gmx.de

    • Harald Schneider 6. April 2016   Antworten

      Ich will ja nicht mosern, aber heißt das nicht „Die Löwin von Aquitanien“?

  • Thomas Hochgesang 17. Februar 2016   Antworten

    Sehr geehrte Tanja,
    ich schreibe dich jetzt einmal mit Du. Da wir uns ja per Facebook kennen. Ich hoffe das Du mir nicht böse bist. Nun komme ich zu deinem Buch, Schlaf der Vernuft.
    Ich habe es mit Interesse gelesen und fand es sehr gut. Während des Lesens, kamen in mir Erinnerungen auf. Auf jene Terroristen die ich als Kind stets auf Fahndungsplakten gesehen habe. Ich konnte mich, in die Personen, die in dem Buch vorkamen rein-
    versetzten. Dabei kam mir eine weitere Erinnerung. Die sich mit dem Fall Buback besschäftigte. Der Sohn von Buback hat ja, wie der Journalist, in deinem Buch, versucht den Mord an seinen Vater aufzuklären. Dabei spielte auch eine ehemalige Terroristin eine wichtige Rolle.
    Der Sohn von Buback hat so ein Art Tagebuch geführt, das in der Kulturzeit damals nicht nur besprochen, sonder auch in Abständen gezeigt wurde. Der Fall um es kurz zu machen, kam ja wieder vors Gericht. Leider ohne Erfolg. Soviel ich noch in Erinnerung habe. Du hast zwar den Namen des Interdanten nicht angesprochen, doch auch dieser fiel mir bei lesen ein. Ebenso, wie dieser versucht hat, einen anderen Terroristen, Christina Klar, für die Bühne zu gewinnen. Doch dieser lehnte ab und ist, wie andere abgetaucht. Auch er lehnt es ja ab, mit Opfer zu reden. Ich glaube er hat damals, kaum das er aus dem Gefängnis entlasssen wurde, den Satz gesagt:,,Der Kapitalismus ist zum Scheitern verurteit. Was in mir die Frage aufkommen lässt, ob wir uns nicht Sorgen machen müssen. Nicht nur wegen den Terroristen heutztage, sondern auch um unsere eigene Vergangenheit.
    Entschuldige bitte, das ich soviel ges-
    schrieben habe und einen Teil meiner Gedanken über das Buch dir mitgeteil habe.

    Gruß aus Bad Tölz

    Thomas Hochgesang

  • Thomas Hochgesang 17. Februar 2016   Antworten

    Liebe Tanya,
    ich schreibe jetzt dich per Du an, da wir uns per Facebook kenne.Ich hoffe erst einmal das es dir nichts ausmacht. Nun möchte ich zu deinem Buch, Schlaf der Vernuft kommen. Ich habe es mit Begeisterung gelesen und ich muss sagen, das ich so manch einen der Terroristen, die ich als Kind ja ständig auf Plakten gesehen habe, wieder vor meinen geistigen Auge sah. Abgesehen von denen, die man ja heutzuatge noch in Dokumentationen sieht. Bader, Mainhofe und Ensslin. Dazu kommt noch, das mir in Erinnerung kam, das vor zwei Jahren, der Sohn von Buback versucht hatte, heraus zu bekommen, wer damals seine Vater erschossen hatte. Dabei hatte er ja eine ehemalige Terroristn im Blickfeld gehabt. Dies Ganze wurde ja damals in der Kulturzeit ausführlich, dank Buback selber, der ein Art Tagebuch führte, besprochen. In deim Buch kommt ja auch Journalist vor, der wie ich im ersten Moment noch glaubte, den Sohn von Buback darstellen sollte. Erst im laufe des Laufe des Lessen, wo du selber auf Buback zu sprechen kamst, merkte ich, das ich falsch lag. Buback gelang es übrigens, den Fall wieder neu aufzurollen. Nur leider ohne Erfolg. Wie man weiß.

    Mit freundlichen Grüße aus Bad Tölz
    Thomas Hochgesang

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