„Fragen sind nie indiskret. Antworten bisweilen.“
Oscar Wilde



Nachfolgend möchte ich Ihnen die in den vergangenen Jahren am häufigsten an mich gestellten Fragen und meine Antworten dazu vorstellen. Ich werde das auch weiter so beibehalten und Fragen, die z.B. über das Forum an mich herangetragen werden, hier beantworten. Individuell kann ich leider nicht auf Nachrichten eingehen, weil das meine zur Verfügung stehende Zeit vielfach übersteigt.

F. Haben Sie Vorbilder bei Ihrer schriftstellerischen Tätigkeit?
A. Nein, denn jeder von uns muß seine eigene Stimme finden. Natürlich gibt es Autoren, die ich bewundere.

F. Wie sind Sie an einen Verlag gekommen?
A. Ich habe mich um die Namen der zuständigen Lektoren bemüht und diese dann direkt angeschrieben.

F. Hat der Weg über den Namen eines Lektors geholfen?
A. Das war mein Weg. Heute würde ich auch empfehlen, eine stichpunktartige Inhaltsangabe, wie ich das auf dieser Homepage unter - Meine Bücher - habe.

F. Geben Sie Antworten auf Fragen wie: "Wie werde ich Autor?"
A. Das würde Zeit und Raum bei mir sprengen. Dafür gibt es gute Bücher. Beispielsweise zum Thema "Romanschreiben". "Wort für Wort" von Elizabeth Georg, Goldmann Verlag, und zum Thema Hintergrundwissen: Handbuch für Autorinnen und Autoren. Uschtrin-Verlag.

F. Gab oder gibt es Verfilmungen Ihrer Bücher?
A. Nun, vier sind in der Planung. Die Optionsverträge sind unterschrieben. Die UFA plant eine Umsetzung von "Unter dem Zwillingsstern", aber auch "Wahnsinn, der das Herz zerfrißt"; "Die Löwin von Aquitanien" und "Die Puppenspieler" befinden sich in der Pipeline.
Da Filmstoffe oft genug gekauft, aber nicht verwirklicht werden, bietet das noch keine 100%ige Gewissheit, aber immerhin, der erste Schritt ist getan.


F. Mögen Sie Filme, die auf Romane basieren?
A. Was Verfilmungen generell angeht, bin ich hin- und hergerissen. Filme sind etwas anderes als Bücher, sie erfordern eine andere Sprache, Kürzungen sind unausweichlich, und das akzeptiere ich. Aber ich möchte anschließend noch etwas von dem, was ich geschaffen habe, wiedererkennen. Romanverfilmungen neigen dazu, entweder sehr gut oder sehr schlecht zu werden, und leider sind die schlechten in der Mehrzahl. Also bin ich ziemlich nervös bei der Aussicht. Als Optimistin hoffe ich jedoch auf das Beste, zumal die erste "Übersetzung" eines meiner Romane in ein anderes Medium, die Bühnenfassung der "Löwin von Aquitanien", die von Hartmut Herzog mit Beate Münch in der Hauptrolle inszeniert wurde, sehr gelungen ist.

F. Wie steht es mit Theaterstücken?
A. Am 29. Juni 2002 war Premiere meines ersten eigenen Ausflugs ins Theaterfach in Form eines Dramoletts mit dem Titel "Gottesurteil". Es ist Teil eines Gemeinschaftsprojekts mit Paul Maar, dem Vater des "Sams", dem Intendanten des Bamberger Theaters Rainer Lewandowski, und vier weiteren Schriftsteller-Kollegen: Teile der Lebensgeschichte von Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde vor der traumhaften Kulisse des Bamberger Doms.
Im Sommer 2007 wird es dort zwei weitere kleine Stücke zum 1000-jährigen Bistumsjubiläum geben.
F. Welche Art Bücher lesen Sie selbst zum Entspannen?
A. Krimis, historische Romane, Fantasy

F. Wann macht es "klick" bei einem neuen Buch und Sie sind sich sicher, Sie müssen es schreiben?
A. Wenn ich merke, daß ich von einem Thema besessen werde.

F. Warum schreiben Sie historische Romane?
A. Weil die Geschichte so eine Vielfalt faszinierender Epochen und Personen bietet, die immer auch einen Kommentar zur Gegenwart liefern.
Dr. Tanja Kinkel

F. Wollen Sie mehr erreichen, oder sind Sie mit dem zufrieden, was Sie bisher geschafft haben?
A. Ich möchte bis an mein Lebensende schreiben und zu diesem Zeitpunkt neben vielen Romanen auch mindestens ein Theaterstück verfaßt haben.

F. Was haben Sie falsch gemacht?
A. Ich habe einiges unterlassen, was ich hätte tun können

F. Welche Talente hätten Sie gerne?
A. Mehr Uneigennützigkeit. Ein Instrument zu spielen und wirklich gut zeichnen zu können

F. Wann oder über was haben Sie sich im Leben ganz besonders gefreut?
A. Über die Annahme meines allerersten Romans - Pfingsten 1989

F. Wie reagieren Sie auf Kritik?
A. Mit "Ja, aber...." Wenn sie von Menschen kommt, die ich schätze, denke ich gewöhnlich später darüber nach und finde dann oft, daß etwas dran ist. Das Problem liegt doch auch daran, Kritik ist selbst bei Fachleuten nie wirklich objektiv. Wie anders kann man sonst den totalen Verriß für "Die Löwin von Aquitanien" in meiner Heimatzeitung in Bamberg erklären, dem wenige Wochen danach für das gleiche Buch der Staatspreis für Junge Schiftsteller in Bayern folgte.

F. Welche lebenden Kollegen schätzen Sie?
A. Christa Wolf; Elizabeth George; Sharon Penman; Neil Gaiman

F. Welche lebende männliche Persönlichkeit würden Sie gerne kennenlernen?
A. Dalai Lama

F. Welche lebende weibliche Persönlichkeit würden Sie gerne kennenlernen?
A. Jodie Foster, Susan Sarandon, Margaret Atwood

F. Welche Personen der Kulturgeschichte hätten Sie gerne getroffen?
A. Goethe, Heine, Shakespeare, Aphra Behn, Annette von Droste Hülshoff - und, und, und

F. Ihre liebste Romanfigur?
A. Hester Prynne in "Der scharlachrote Buchstabe"

F. Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?
A. Jeanne d' Arc

F. Ihre Lieblingsgestalten in der Wirklichkeit?
A. Das Ensemble der Royal Shakespeare Company

F. Ihr Lieblingsmaler?
A. van Gogh

F. Ihre Lieblingsmusik?
A. Die Beatles

F. Ihre Lieblingskunstwerke?
A. Die Natur ist unschlagbar

F. Vor welchen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte haben Sie besonderen Respekt?
A. Gandhi, Martin Luther King

F. Sind Sie mit dem ehemaligen Bundesaußenminister verwandt?
A. Ich bin mit ihm weder verwandt noch verschwägert. Wir sind uns jedoch häufig begegnet, freundschaftlich verbunden und beide sozial engagiert, mißbrauchten und mißhandelten Kindern zu helfen.

F. Ihre Lieblingsbeschäftigung?
A. Schreiben und Lesen

F. Wer oder was hätten Sie sein mögen?
A. Der erste Mensch auf dem Mond

F. Ihr Hauptcharakterzug?
A. Optimist

F. Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?
A. Verständnis

F. Ihr größter Fehler?
A. Besserwisserei

F. Ihre Lieblingsfilme?
A. Der Löwe im Winter; Lawrence von Arabien; Blade Runner

F. Ihre Lieblingsschriftsteller?
A. Shakespeare

F. Ihre Lieblingsbücher?
A. zu viele

F. Welche Reform bewundern Sie am meisten?
A. Menschenrechte

F. Was verbindet sich für Sie mit dem Begriff "schön"?
A. Die Alhambra

F. Was verbindet sich für Sie mit dem Begriff "häßlich"?
A. Vergewaltigung von Mensch und Natur

F. Wovon gibt es Ihrer Meinung nach zu wenig?
A. Eigeninitiative, Weitsicht und Fantasie

F. Wovon gibt es Ihrer Meinung nach zu viel?
A. Waffen

F. Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
A. Permanent neugierig

F. Ihr Motto?
A. Carpe diem