Presse- und Leserstimmen

Kölner Stadt Anzeiger

Die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen dem jungen, noch unbekannten Casanaova und Angiola Calori schildert Tanja Kinkel in ihrem Roman „Verführung“, der in jeder Hinsicht hält, was sein Titel verspricht. Besonders plastisch gestaltete die Autorin die Charaktere der beiden Protagonisten: Casanova ist ein sympathischer Draufgänger, der seine Mitmenschen trickreich blendet, der mit Geld um sich wirft, das ihm nicht gehört, und der jede Frau bezirzt, die ihm begegnet. Seine Verführung der Angiola, die sich als Kastrat ausgibt, hat eine große erotische Strahlkraft. Auch Nebenfiguren wie der Kastrat Appianino, Angiolas erste Liebe, und Mama Lanti, Angiolas Schein-Mutter, bleiben unvergessliche Charaktere. „Verführung“ gefällt als betörender historischer Roman – akribisch recherchiert und fantasievoll komponiert. Tanja Kinkel setzt damit der wahrscheinlich erfolgreichsten Sopranistin des Rokoko ein literarisches Denkmal. Und lässt den jungen Casanova in neuem Licht erscheinen“.

Südkurier

Was unterscheidet diese Geschichte über Casanova und eine seiner Liebschaften nun von den zahlreichen anderen? Eine ganze Menge! Zunächst einmal ist der berühmt-berüchtigte Lebemann nur einer der Protagonisten und steht durchaus nicht immer im Focus der Handlung. Zum anderen erfährt der Leser viel Wahres und Interessantes aus der Geschichte Italiens, das damals noch in viele Kleinstaaten und Königreiche zersplittert war. Denn die gut recherchierte Story hält sich unabhängig von fiktiven Romandetails dicht an historische Fakten. Die sind nicht nur ansprechend, sondern vor allem klug eingebaut, was bei diesem legendären Stoff, der schnell zu trivialen Reflexionen verleitet, ganz sicher nicht leicht ist.

Westfälische Nachrichten

Dieses Mal taucht die erfolgreiche Autorin ins Italien des 18. Jahrhunderts ein – in ein zersplittertes unübersichtliches Land, in dem das Volk unter Kirchen- und Adelsdominanz und wechselnden Besatzungsmächten zu leiden hat. In diese Zeit hinein werden zwei Menschen geboren, die beide Geschichte schreiben, wenn auch nur einer von ihnen heute noch populär ist: Giovanni Giacomo Casanova (1725-1798). Die andere Protagonistin, Angiola Calori (1732-1790), eine begnadete Sängerin, ist hingegen nahezu in Vergessenheit geraten. Belegt ist, dass beide im Jahr 1744 aufeinandertreffen. Doch zunächst nimmt die Bekanntschaft einen anderen Verlauf, als man Casanova mithin zugestehen möchte, denn bekanntlich ist sein Name vor allem mit amourösen Abenteuern verbunden. Calori tritt in sein Leben als der Kastrat Bellino, ein jugendlicher Sänger, der gerade im Begriff ist, sich einen Namen zu machen. Und diese Passagen, in denen sich der zweifelnde Lebemann mit der androgynen Erscheinung Wortgefechte liefert, sind die geistreichsten der gesamten Geschichte. Doch würde man Kinkel (43) Unrecht tun, wenn man den Stoff drum herum als langweilig deklassierte.

Hellweger Anzeiger

„Auf ihrer Kreuzfahrt durch die Geschichte hat sich Tanja Kinkel diesmal der Gestalt des Giacomo Casanova angenommen, Urbild des Verführers: und der Angiola Calori, einer schon damals euorpaweit bekannten Sängerin…. Zwei, man möchte sagen: begnadete Verführer treffen aufeinander, und immerhin kann sich Angiola ins Stammbuch schreiben, dass sie eine der wenigen Frauen ist, denen Casanova einen Antrag gemacht hat. Krieg der Geschlechter, große Liebe, und schließlich für beide Erreichung höchst unterschiedlicher Ziele.“

 

Leserstimmen zu diesem Buch

Marita Robker Rahe

„Als diese beiden Persönlichkeiten aufeinander treffen, sprüht es nicht nur vor Erotik, sondern auch vor Musik. Tanja Kinkel schafft es, diese Zeit anschaulich und spannend zu beschreiben. Wir erleben in der Geschichte das Bologna, Venedig und Neapel des 18. Jahrhunderts, das dekadente Leben der Adeligen, aber auch das oft harte Leben der einfachen Leute, die nicht selten die Körper ihrer Kinder oder ihre eigenen verkauften , um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Kastraten hatten in dieser Zeit einen hohen Stellenwert, zumal, wenn sie es geschafft hatten, eine der besten Stimme des Kirchenstaates zu werden. Sie wurden verehrt wie „Rockstars“ und hatten genauso ihre “ Groupies “ wie heute, vornehmlich in der höheren Gesellschaft. Es wurde nicht mit amourösen Angeboten gespart und ein erotisches Abenteuer mit einem Kastraten galt als sehr pikant, zumal die Frauen auch nicht Gefahr gingen, schwanger zu werden. Was die Kastration für die Männer selbst bedeutete, interessierte eigentlich niemanden. Frau Kinkel hat mit diesem Buch wirklich etwas Besonderes geschaffen. Nicht nur die Zeit, in der dieser Roman spielt, wird einem näher gebracht, sondern die Autorin geizt auch nicht mit Wortspielen und amourösen Dialogen, die dieses Buch teilweise sehr prickelnd und interessant machen, ohne schlüpfrig oder platt zu wirken .Tanja Kinkel hat mit diesem Buch wieder bewiesen, dass sie es versteht historische Fakten auf sehr unterhaltsame und spannende Weise aufzuarbeiten.“

Elfriede Weigelt

a) Allein der Name Casanova wäre Grund genug gewesen, dieses Buch zu lesen. Was Tanja Kinkel dabei erstmals aber aufzeigt ist, wie ein Mann zum größten Verführer der Geschichte werden konnte, ohne Erbe, ohne Adelstitel, rein aus eigener Kraft und der, welche er durch seine Begegnungen mit starken Persönlichkeiten gewinnt; dazu all das zu einer Zeit, wo „ERBEN“ noch größer geschrieben wurde, als Heutzutage. Was lesende Männer auch dabei von Casanova und diesem Buch lernen können, dass es gut ist, wenn ihre Verflossenen nie schlecht über sie reden, das gibt es von Tanja Kinkel dazu, so ganz nebenbei. b) Mit Angiola Calori begegnete Casanova sehr früh einer gleich starken Frau. Sie lehnte seinen Heiratsantrag ab, trotz aufrichtiger Liebe, und lehrt uns so erneut die traurige Erkenntnis: dass Liebe und Karriere bei einem Paar gewöhnlich nicht miteinander zu verbinden sind. Bei aller Liebe zwischen den Beteiligten werden auch heikle Themen wie „Besetzungscouch“, Prostitution, Machtmissbrauch nicht ausgeblendet, was es damals gab – wie heute. c) Wenn sich Giganten, selbst wenn sie gerade erst dabei sind solche zu werden, auf Augenhöhe treffen, dann knistert es nicht nur, dann knallt es. Die Wortgefechte, prickelnd und voller Erotik, sind Dialoge, wie man sie nur ganz selten lesen kann. Ich hatte beim Thema Casanova natürlich Erotik erwartet und bekam sie auch, im wahrsten Sinne des Wortes, erfreulicherweise nicht als schlüpfrige Beschreibungen – wie sie gerade oft und „ausführlichst“ angeboten werden.